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Vorreiter sind die Teleshopping-Sender. Obwohl erst seit zwei Jahren am Markt, kann beispielsweise der Einkaufssender "Home Shopping Europe" (ehemals "HOT") stark steigender Kundenzahlen präsentieren, und weist auf der Homepage auch darauf hin, längst die Gewinnzone erreicht zu haben.
"QVC Deutschland", eine Tochter des amerikanischen Marktführers beim Einkaufsfernsehen, publiziert auf seiner Homepage ebenfalls eine recht beachtliche Entwicklung der Kundenzahlen auf mittlerweile über 1,5 Millionen. Noch viel weiter ist QVC in den USA, wo der Shoppingkanal zu den Top-5 der umsatzstärksten TV-Sender gehört. Das Fernsehgerät scheint also zu schaffen, was viele Online-Shops nicht zuwege brachten: Die Menschen zum Geldausgeben zu bewegen.
So hat das bisher einzige im deutschsprachigen Raum verbreitete PayTV-Angebot "Premiere World" bisher enttäuscht. Statt der geplanten 4 Millionen Abonnenten haben sich bisher erst geschätzte 2,8 Millionen Teilnehmer für die bezahlte Programmvielfalt entschieden. Obwohl das Programmangebot stark ausgebaut und die Preise gleichzeitig reduziert wurden, ist von einem echten Erfolg bzw. dem Erreichen der Gewinnschwelle keine Rede. Ein Grund dafür ist sicher auch die von Premiere verwendete Set-Top-Box "D-Box", die zwar funktioniert, dafür aber teuer, proprietär und nicht besonders bedienerfreundlich ist.
Erst nach langem Tauziehen mit anderen Fernsehsendern, die sich nicht dem Kirch-Standard ausliefern wollten, einigte man sich auf den gemeinsamen, offenen Standard "MHP" (Multimedia Home Platform). Mit dieser Entscheidung soll es nun bald einheitliche Set-Top-Boxen für digitales Fernsehen geben, die von allen Anbietern unterstützt werden und somit für Hersteller und Konsumenten Investitionssicherheit bieten. Die Beteiligten erwarten sich von MHP, dass es sowohl dem interaktiven Fernsehen wie auch Premiere World zum Durchbruch verhilft.